Archiv für Kategorie Aktionsberichte

Weltkindertag in Paderborn

Am Samstag, dem 19. September feierte Paderborn schon mal Weltkindertag. Der eigentliche Weltkindertag am 20.9. fiel auf einen Sonntag. Um mehr Menschen mit den geplanten Aktionen zu erreichen, verlegten Paderborn und auch einige andere Städte ihn kurzerhand einen Tag vor.

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Der Franz-Stock-Platz in Paderborn verwandelte sich an diesem Tag in ein buntes Kinderparadies. Verschiedene Organisationen und Verbände hatten Stände und Spielstationen aufgebaut. Es wurde getanzt, gemalt, Diabolo gespielt, mit Bobbycars um die Wette gefahren – Kinder aus Paderborn und Umgebung konnten sich hier nach Herzenslust austoben.

Amnesty International trug zu diesem Event mit einer Malstation bei. Die Kinder konnten hier Bilder malen, die an unserem Stand ausgestellt wurden, auch Straßenkreide hatten wir im Angebot. Für die Erwachsenen hatten wir unser übliches Info-Material dabei und auch eine Petition, die im Zusammenhang mit dem Themenschwerpunkt des Tages stand.Bild2

Der diesjährige Weltkindertag stand unter dem Motto „Vorfahrt für Kinderrechte“. Anlass hierfür gab der 20. Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention, die am 20. November 1989 verabschiedet wurde.

Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen gründet auf der Erkenntnis, dass Kindern besondere Rechte zugesprochen und garantiert werden müssen, weil sie besondere Bedürfnisse haben. Sie umfasst 54 Artikel, angefangen bei der Verpflichtung, die getroffenen Übereinkünfte für jedes Kind, das unter der Hoheitsgewalt der Vertragsstaaten steht, „unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, einer Behinderung, der Geburt oder des sonstigen Status des Kindes“ (Artikel 2) Realität werden zu lassen.

Deutschland hat die Konvention am 26. Januar 1990 unterzeichnet, am 5. April 1992 trat sie für Deutschland in Kraft. Wie der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes jedoch 2004 erneut feststellte, ist es Deutschland bisher nicht gelungen, die Konvention und besonders besagten Artikel 2 vollständig umzusetzen. Neben weiteren Punkten wird kritisiert, dass ausländische oder Minderheiten angehörende Kinder in Deutschland nach wie vor nicht gleichberechtigt sind, es herrscht keine Chancengleichheit. Zudem prangerte der Ausschuss an, Flüchtlingskindern zwischen 16 und 18 Jahren würde keine Teilhabe an den im Jugendhilfegesetz festgeschriebenen Rechten zuerkannt.

Mit diesem Problem befasste sich auch die Petition, die an unserem Stand auslag. Sie beinhaltete die Forderung, die Kinderrechtskonvention endlich für deutsche und ausländische Kinder gleichermaßen umzusetzen und vor allem unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland ihre Menschen- und insbesondere Kinderrechte zuzugestehen. Die gesammelten Unterschriften wurden gemeinsam mit einigen Bildern der Kinder an den Innenminister Nordrhein-Westfalens gesandt.

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(Quellen:

  • UN-Kinderrechtskonvention, 20.11.1989
  • Behandlung der von den Vertragsstaaten vorgelegten Berichte nach Artikel 44 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes, Abschließende Bemerkungen: Deutschland, UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes, 35. Sitzung, 30.1.2004)

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Vortrag: Einigen Pharmakonzernen geht Profit über Gesundheit

Obwohl es das Recht eines jeden Menschen ist, den höchstmöglichen Gesundheitszustand zu erlangen und ihn sich zu erhalten, sieht die Realität für die in Armut lebende Bevölkerung in vielen Ländern anders aus. Pharmakonzerne bieten ihre Produkte zu für Arme unbezahlbaren Preisen an und hindern andere Firmen durch Patente daran, die lebensnotwendigen Medikamente in gleicher Qualität nachzumachen und günstiger und für die breite Masse zu produzieren.

So lauteten die Kernaussagen des am 26.08.2009 von Christiane Fischer von der BUKO Pharma-Kampagne auf Einladung von Amnesty International Paderborn und der Aidshilfe Paderborn gehaltenen Vortrags zum Thema „Entwicklungen und Perspektiven innerhalb des Patentrechts sowie Mechanismen in der Pharmaforschung am Beispiel von Aidsmedikamenten“.
Zum Rest des Beitrags »

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Vortrag: Menschenrechtsverletzungen aufgrund sexueller Identität

Systematische Unterdrückung und Diskriminierung aufgrund sexueller Identität ist auch heute noch in vielen Ländern fester Bestandteil von Politik und Gesellschaft. So haben Homo-, Trans- und Intersexuelle oft nicht nur Repressalien am Arbeitsplatz, sondern auch Gefängnisstrafen oder im Extremfall sogar die Todesstrafe zu befürchten, wenn sie sich offen zu ihrer Sexualität bekennen. Über die konkreten Probleme Betroffener berichteten Julia Wieneke und Karina Seefeldt von der Aktionsgruppe „Menschenrechte und sexuelle Identität“ (MERSI, Sektion Hannover) in einem Vortrag, zu dem die Amnesty-Hochschulgruppe Paderborn am 13. Juli eingeladen hatte.
Unter dem Titel „Das Recht, anders zu sein – Menschenrechtsverletzungen an Schwulen, Lesben und Transgender“ informierten die Referentinnen zunächst allgemein über die Reichweite und die Problematik von Menschenrechtsverletzungen aufgrund sexueller Identität und gaben auch einen Einblick in die Aktivitäten der MERSI-Arbeitsgruppe. In einem zweiten Schritt wurde die Lebenssituation von Homo-, Trans- und Intersexuellen in insgesamt fünf Ländern – Polen, Kamerun, Lettland, Iran und den USA vorgestellt, Augenzeugenberichte verlesen und Stellungnahmen der Regierungen diskutiert. Schnell zeigte sich, dass Diskriminierung aufgrund sexueller Identität nicht nur ein Problem afrikanischer oder asiatischer Länder ist: Auch in zahlreichen europäischen Staaten sind Menschenrechtsverletzungen an Schwulen, Lesben und Transgender an der Tagesordnung; ein Grund mehr für die MERSI-Gruppe, auch in Europa aktiv zu werden. Am Ende gab es auch für die Zuhörerinnen und Zuhörer die Möglichkeit, mit zu diskutieren und Fragen an die Referentinnen zu stellen.

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Infostand: Internationale Woche in der Uni

Erstmalig waren wir vom 26. bis 28. Mai bei der letzten Internationalen Woche in der Uni mit einem Stand vertreten. Im Vordergrund stand dabei die Sammlung von Unterschriften für eine Petition gegen die leider in vielen Ländern praktizierte Methode des Verschwindenlassens politisch unbequemer Personengruppen.

Konkret ging es um fünf 2003 in Nepal festgenommene und misshandelte Studenten, über deren Verbleib seitdem nichts bekannt ist. Amnesty International (AI) und alle, die sich mit ihrer Unterschrift beteiligten, fordern die Untersuchung ihres Verbleibs, die Informierung der Angehörigen, die Freilassung der „Verschwundenen“, wenn sie noch am Leben sind, andernfalls die gerichtliche Belangung ihrer Mörder. Die Aktion sollte zeitgleich an mehreren Unis durchgeführt werden. Organisiert war das Ganze vom AI Studierenden-Aktionsnetzwerk. Die Unterschriften wurden als Sammelpetition von der Nepal/Bhutan-Koordinationsgruppe an den Premierminister Nepals geschickt. Wir konnten letztendlich knapp 100 Unterschriften beitragen, pro 5 Unterschriften hängten wir einen gelben AI-Luftballon an unserem Stand auf (der ursprüngliche Plan, für jede Unterschrift ein Teelicht anzuzünden, konnte aus feuerschutztechnischen Gründen leider nicht in die Tat umgesetzt werden). Neben dieser tollen Bilanz ist noch zu erwähnen, dass wir fleißig Flyer und Aktionsvorschläge an unsere Kommilitoninnen verteilten und sich mit ihnen viele interessante Gespräche über AI und den Einsatz für die Menschenrechte ergaben. Ab jetzt wird man unseren Stand öfter in der Uni finden!

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Infostand: 1. Mai – Rechte von Gewerkschaftern


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Jedes Jahr veranstalten die Gewerkschaften Paderborns am ersten Mai eine Kundgebung und einen Protestmarsch. Und jedes Jahr gibt es am Endpunkt der Demo Infostände, Musik und allerhand kulinarische Genüsse.

Auch Amnesty war von 9:30 bis 14:00 Uhr auf dem Platz vor dem Theodorianum (Schule + Uni am Kamp) mit einem speziell zum Thema „Rechte von Gewerkschaftern“ konzipierten Infostand vertreten. Hier konnte man sich über die Situation der Gewerkschafter in Kolumbien, dem Iran und Venezuela informieren, sich per Unterschrift oder Postkarte für die Rechte von dreien von ihnen einsetzten und/oder Waffeln und Kuchen essen. Nicht zu vergessen für die, die das Kind in sich immer noch nicht leugnen (oder die schon eigene Kinder haben): Wir haben Luftballons mit der Aufschrift: „Ich flieg wohin ich will“ und darunter Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verteilt.

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Lichtaktion: 60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte


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Am 24. und 25. März 2009 waren alle herzlich eingeladen am Rathausplatz (Nähe Bushaltestelle) vorbeizuschauen – ob beim Shoppen, Kaffee trinken oder der Kneipentour – und sich unsere Präsentationen zum Thema „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ anzusehen.

Vier verschiedene Präsentationen machten darauf aufmerksam, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte am 10.12.2008 60 Jahre alt geworden ist, erklärten kurz, worum es bei dieser Erklärung insgesamt geht und verdeutlichten dann an je einem der 30 Menschenrechte, dass sie leider nicht auf der ganzen Welt eingehalten wird.
Bei dieser Aktion sind viele schöne Fotos entstanden und bei den kommenden Treffen durften wir viele interessierte Gesichter begrüßen!


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Infostand: 60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte


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„Ich schütze sie – sie schützen mich!“ Unter diesem Motto feierte die Amnesty- Gruppe Paderborn am 10.12.08 den 60. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Dazu legten wir vor unserem Infostand zusammen mit Passanten eine 60 aus großen gelben Knicklichtern und verteilten die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in deutscher und englischer Sprache. Am Stand waren ein Poster mit den 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und gelbe Poster mit der Aufschrift „Ich seh‘ das anders“, „Ich hab‘ ein Geheimnis“ und „Ich will’s wissen“ zu sehen. Einige Interessierte nutzten die Möglichkeit für eine „Straße der Menschenrechte“ in Paderborn (siehe Online-Petition auf dieser Internetseite) oder für die Unterstützung einer Frauenrechtlerin im Kongo zu unterschreiben, die unter Repressalien der Militärpolizei zu leiden hat.

In regelmäßigen Abständen wurde ein Text verlesen, der über Inhalte und Ziele der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte informiert, sowie Erfolge seit ihrer Genehmigung und Verkündung durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris nennt. Der Text prangert außerdem Missstände an, die weiterhin weltweit bestehen, weil die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und andere internationale Abkommen nicht überall und in ihrer Gesamtheit eingehalten werden.

Zum Schluss wurden die Knicklichter als „Lichter für die Menschenrechte“ verschenkt, was in der dunklen Jahreszeit und aufgrund des Weihnachtsmarktes auf Begeisterung stieß. Die Lichter leuchteten noch bis zum nächsten Nachmittag.

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